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Dr. María Gabriela Bordón

  • Postanschrift: Kaiserstr. 12
    Liefer- und Besucheranschrift: Gotthard-Franz-Straße 3
    Geb. 50.31, 4. OG
    D-76131 Karlsruhe

Zu meiner Person

Ich bin Georg-Forster-Forschungsstipendiatin der Alexander-von-Humboldt-Stiftung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Ich habe an der Universidad Nacional de Córdoba in Argentinien in Ingenieurwissenschaften promoviert und komme aus dem Bereich der chemischen Verfahrenstechnik und Lebensmittelverfahrenstechnik.

Im Mittelpunkt meiner Forschung stehen Prozess-Struktur-Funktions-Beziehungen in komplexen Lebensmittel- und pharmazeutischen Systemen. Dabei verbinde ich Biopolymere, Emulsionen und Verkapselungssysteme mit rheologischer und grenzflächenbezogener Charakterisierung, Zerstäubung und Sprühtrocknung, Partikeltechnologie sowie Prozessmodellierung.

Vor meiner Tätigkeit am KIT war ich als Postdoktorandin bei CONICET–UNC in Argentinien tätig. Dort beschäftigte ich mich unter anderem mit mikro- und nanostrukturierten Systemen, die mittels Rührwerkskugelmühlen (wet-stirred media milling) hergestellt wurden, sowie mit Prozessmodellierung, Kinetik und Optimierung. Weitere internationale Forschungsaufenthalte führten mich an das Instituto de la Grasa–CSIC und an die Universität Sevilla in Spanien.

Im Jahr 2026 absolvierte ich im Rahmen meines Humboldt-Stipendiums einen Forschungsaufenthalt an der School of Pharmacy der Queen’s University Belfast. Dort erweiterte ich meine Forschung auf Electrospinning und Electrospraying von Polymer- und Emulsionssystemen für pharmazeutische Anwendungen und Drug Delivery, insbesondere auf PVA/Gummi-arabicum-Systeme und Curcumin-beladene Formulierungen.

 

Aktuelle Forschung am KIT

In meinem aktuellen Humboldt-Projekt untersuche ich, wie Materialzusammensetzung, Struktur sowie rheologische und grenzflächenbezogene Eigenschaften die Zerstäubung und Sprühtrocknung komplexer biopolymerbasierter Systeme bestimmen.

Ein Schwerpunkt liegt auf hochkonzentrierten Gummi-arabicum-Systemen sowie auf Erbsenprotein-basierten Emulsionen und Dispersionen. Dabei untersuche ich Zusammenhänge zwischen Scher-, nichtlinearer und extensionaler Rheologie, Grenzflächeneigenschaften, Tropfenbildung und Sprühtrocknungsverhalten.

Ziel ist es, mechanistische Zusammenhänge zwischen Struktur und Wechselwirkungen im Ausgangsmaterial, seinem Verhalten während der Verarbeitung sowie den Eigenschaften und der Funktionalität des resultierenden Produkts zu identifizieren.

Forschungsschwerpunkte

  • Prozess-Struktur-Funktions-Beziehungen in komplexen dispersen Systemen

  • Gummi arabicum und andere Biopolymersysteme

  • Erbsenproteine und pflanzenproteinbasierte Emulsionen

  • Emulsionen, Mikroverkapselung und Delivery-Systeme

  • Rheologie einschließlich nichtlinearer und extensionaler Rheologie

  • Grenzflächencharakterisierung und Grenzflächenrheologie

  • Zerstäubung und Sprühtrocknung

  • Partikel- und Nanopartikeltechnologie

  • Electrospinning und Electrospraying

  • PVA/Gummi-arabicum-Fasersysteme

  • Curcumin-Verkapselung und Drug Delivery

  • Prozessmodellierung, Optimierung und Scale-up

Methoden

Meine Forschung kombiniert experimentelle und modellbasierte Ansätze. Dazu gehören Scher- und Oszillationsrheologie, nichtlineare und extensionale rheologische Charakterisierung, Grenzflächenmessungen und Grenzflächenrheologie, Laserbeugung zur Charakterisierung von Sprays und Partikelgrößen, Emulsions- und Partikelcharakterisierung sowie Licht- und Elektronenmikroskopie.

Auf der verfahrenstechnischen Seite umfasst meine Erfahrung Zerstäubung und Sprühtrocknung im Labor- und Pilotmaßstab sowie Electrospinning und Electrospraying. Diese Methoden nutze ich, um zu untersuchen, wie Materialeigenschaften und Prozessbedingungen die Strukturentwicklung und Funktionalität der resultierenden Partikel-, Faser- und Delivery-Systeme bestimmen.