Institut für Bio- und LebensmitteltechnikLebensmittelverfahrenstechnik

Messungen von Freisetzungsvorgängen in Doppelemulsionen mit mikrofluidischen Methoden

Verkapselung und gezielte Freisetzung von Wirkstoffen ist im Bereich der Lebensmittel und Pharmazie ein wichtiges Thema. Für flüssige Produkte ist für diesen Zweck eine Doppelemulsion gut geeignet. Die Öltropfen einer Emulsion werden dabei mit Wassertropfen gefüllt, in denen der Wirkstoff gelöst ist. Die Herausforderung bei der Produktentwicklung ergibt sich aus dem Ziel, während der Lagerung ein stabiles Produkt zu haben, dass unter äußeren Einflüssen dann den Wirkstoff freisetzt. Die Zusammensetzung und Mechanismen an den Grenzflächen die ein solches Verhalten ermöglichen sind dazu nur ungenügend erforscht.
Um die Freisetzung gezielt und einfach untersuchen zu können ist eine definierte Tropfengröße hilfreich. Dies kann durch die Herstellung mittels Mikrofluidik erreicht werden. Dabei werden die Flüssigkeiten in dünnen Glaskanälen (10 – 1000 µm) so in Kontakt gebracht, dass Tropfen einheitlicher Größe entstehen. In jedem Öltropfen ist dann ein einzelner Wassertropfen verkapselt. Der Verlust der verkapselten Wassertropfen durch Koaleszenz kann dann genauso analysiert werden wie die Größenänderung der Tropfen durch Diffusionsmechanismen. Mit dieser Methodik können verschiedene anwendungsnahe Emulgatoren auf ihre Eignung zur Herstellung einer Doppelemulsion getestet werden.
Der genaue Fokus Deiner Arbeit wird abhängig von Deinen Interessen und dem aktuellen Forschungsstand in Vorgesprächen festgelegt. Die Arbeit kann auf Deutsch oder Englisch geschrieben werden. Wenn Du das Themengebiet interessant findest, dann melde Dich unter nico.leister∂kit.edu.