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Kontinuierliche Herstellung von Emulsionen mit kristallinen Dispersphase in einem Hochdruckhomogenisator

Kontinuierliche Herstellung von Emulsionen mit kristallinen Dispersphase in einem Hochdruckhomogenisator
Typ:BA/MA
Datum:ab sofort
Betreuer:

Dipl.-Ing. Serghei Abramov

Lipophile kolloidale Dispersionen werden häufig als Trägersysteme für schwer wasserlösliche Wirk- und Effektstoffe eingesetzt, da diese eine bessere Bioverfügbarkeit und Bioverträglichkeit gegenüber Polymeren aufweisen. Die Herstellung solcher Systeme kann mittels konventioneller Zerkleinerungsverfahren, wie Mahlen in Rührwerkskugelmühlen,  erfolgen. Die Form der entstandenen Partikel, die einen Einfluss auf die Anwendungseigenschaften hat, lässt sich jedoch schwer über den Mahlprozess steuern. Eine Alternative zur konventionellen Herstellungsmethoden bietet der Schmelzemulgierprozess. Hierbei wird oberhalb des Schmelzpunktes der zu zerkleinernden Substanz eine feindisperse Emulsion hergestellt, die  anschließend durch Abkühlen in eine Feststoffsuspension überführt wird.

 

Im Rahmen dieser Abschlussarbeit (Bachelorarbeit oder Masterarbeit) soll anhand eines Beispielstoffsystems ein Verfahren zur Herstellung von Emulsionen mit kristalliner Dispersphase untersucht  werden. Anders als bei konventionellen Hochdruckhomogenisierprozessen soll hier eine besondere Technologie des Simultanen Homogenisierens und Mischens verwendet werden (SHM). Bei SHM erfolgt die Eduktzuführung über den Seitenstrom, was erheblich die Produktionskosten und den Reinigungsaufwand minimiert.

Abb. 1: Prinzip des Simultanen Homogenisieren und Mischen. Hier erfolgt das Zuführen des Eduktes seitlich über den Nebenstrom. Somit können Energie- und Reinigungsaufwand minimiert werden

 

Geräte:

Hochdruckhomogenisatoren zur Herstellung von Schmelzemulsionen (bis zu 1500 bar)
Polarisationsmikroskop mit einem Heiz-/Kühltisch (Bereich: von -196 bis +420 °C)
Partikelmesstechnik: Laserbeugung und dynamisce Lichtstreuung
Auswertung: Excel/Origin

Beginn: April 2016

Dauer Bachelorarbeit: 3 Monate

Dauer Masterarbeit: 6 Monate

Betreuer: Dipl.-Ing. Serghei Abramov